Eine Zeugin berichtet aus dem Einsatzgebiet: Haben deutsche Behörden geholfen, deutsche Staatsbürger in Pakistan per Drohne töten zu lassen? Töten per Joystick: Tausende Opfer hat der US-Drohnenkrieg bislang gefordert. Über hundert zivile Drohnenopfer vertritt Menschenrechtsanwalt Shahzad Akbar, darunter das erste weibliche Opfer. Seit dem Drohnen-Debakel ist klar: Deutsche Politiker und Militärs setzen auf unbemanntes Fluggerät. Dabei geht es um die Frage, ob Kampfdrohnen für Deutschland fliegen und schießen sollen.

Die Story im Ersten: Töten per Joystick

Ein Film von John Kantara

Seit dem Drohnen-Debakel ist klar: Deutsche Politiker und Militärs setzen auf unbemanntes Fluggerät. Dabei geht es um die Frage, ob Kampfdrohnen für Deutschland fliegen und schießen sollen. Effizient, preiswert und sicher für den Drohnenpiloten sind die Eigenschaften, mit denen die Befürworter werben. Militärisch überflüssig, rechtlich und ethisch fragwürdig sind sie nach Meinung ihrer Gegner.

http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/toeten-per-joystick?documentId=16040688

Die Aufklärungsdrohne Euro Hawk auf dem Flugfeld im bayerischen Manching. (Bild: WDR/ECO Media TV) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Die Aufklärungsdrohne Euro Hawk auf dem Flugfeld im bayerischen Manching. ]
Die ARD-Dokumentation “Töten per Joystick” von John Kantara geht der Frage nach, was ein Drohnenkrieg aus der Distanz tatsächlich bedeutet. Erstmals berichtet eine deutsche Augenzeugin, wie ein deutscher Staatsbürger in Pakistan durch eine Drohne ums Leben kam. Der Generalbundesanwalt ermittelt deshalb wegen Verstoßes gegen das Völkerrecht.

Augenzeugin eines Drohnenangriffs in Waziristan. (Bild: WDR/ECO Media TV) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Augenzeugin eines Drohnenangriffs in Waziristan. ]
Tausende Opfer hat der US-Drohnenkrieg bislang gefordert. Über hundert zivile Drohnenopfer vertritt Menschenrechtsanwalt Shahzad Akbar, darunter das erste weibliche Opfer. Der Film erzählt ihre Geschichte ebenso wie die eines verzweifelten Täters – eines amerikanischen Drohnenpiloten.

Menschenrechtsanwalt Shahzad Akbar vor der US-Botschaft in Berlin. (Bild: WDR/ECO Media TV,) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Menschenrechtsanwalt Shahzad Akbar ]
Der mit großem Aufwand in Deutschland, den USA und Pakistan recherchierte Film gibt Einblicke in das lukrative Drohnengeschäft, an dem auch deutsche Rüstungsfirmen mitverdienen wollen. Und er zeigt die Planspiele des Verteidigungsministeriums, das Kampfdrohnen für eine Zukunftswaffe hält.

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