UNO und Beduinen protestieren: Israel will 40 Dörfer in der Negev-Wüste zerstören und 30.000 bis 40000 Menschen umsiedeln! Nach der gründung Israels waren bereits 760.000 Palästinernser zwangsvertreiben worden, um Platz für jüdische Siedler zu schaffen! Daran erinnern die Protestierenden jetzt!

Beduinen protestieren gegen Israels Umsiedlungspläne

1. August 2013, 20:02

40 Dörfer in der Negev-Wüste sollen zerstört werden

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Jerusalem – Der Plan der israelischen Regierung, Zehntausende Beduinen in der Negev-Wüste umzusiedeln und 40 Dörfer zu zerstören, hat zu scharfen Protesten geführt. Hunderte Menschen, darunter arabische und jüdische Israelis, demonstrierten am Donnerstag an einer Autobahn nahe der Stadt Beersheba. Berittene Bereitschaftspolizei hielt die Protestierenden in Schach.

“Wir kämpfen gegen den Prawer-Plan. Das ist wie ein zweites Nakba (Katastrophe) für uns”, sagte die 24-jährige Etedal Suleiman, die in einem der betroffenen Beduinen-Dörfer lebt. Sie spielte damit auf die Vertreibung von rund 760.000 Palästinensern nach der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 an. “Sie nehmen unser arabisches Land und geben es an jüdische Siedler.”

Prawer-Begin-Gesetz

Das sogenannte Prawer-Begin-Gesetz sieht eine Umsiedlung von 30.000 bis 40.000 Beduinen und die Beschlagnahmung von 70.000 Hektar Land vor. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte den Entwurf im Jänner verabschiedet, im Juni passierte er in erster Lesung das Parlament. Zwei weitere Abstimmungen werden erwartet, bevor er umgesetzt werden könnte.

Scharfer Protest kommt nicht nur von den Betroffenen, sondern auch von den Vereinten Nationen. Die UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay rief die Regierung vergangene Woche auf, ihre Pläne zurückzunehmen, weil dadurch die Gemeinschaften der Beduinen zerstört würden.

Rund 260.000 Beduinen leben in Israel, die Hälfte von ihnen in nicht behördlich registrierten Dörfern unter ärmsten Lebensbedingungen ohne Kanalisation oder sanitäre Einrichtungen. (APA, 1.8.2013)

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