Österreich- noch asozialer als angenommen: Haushalte: 1 % besitzt ein Drittel des Vermögens, 10 % zwei Drittel, 50 Prozent dagegen 2,2 % – Uni-studie nicht nur aufgrund der Angaben der Reichen selbst!

Österreichs Reiche viel reicher als angenommen

3. August 2013, 14:33

Uni Linz errechnete Privatvermögen: Zehn Prozent der österreichischen Haushalte verfügen demnach über zwei Drittel des Vermögens

Wien – Die SPÖ erhält neues Argumentationsfutter für ihr Wahlkampfthema Vermögenssteuern. Eine Studie der Universität Linz, in Auftrag gegeben von der Arbeiterkammer, kommt zu dem Schluss, dass vermögende Haushalte in Österreich viel mehr besitzen als bisher angenommen und dass dieses Vermögen äußerst ungleich verteilt ist, wie “profil Online” am Samstag berichtete.

Demnach wird das gesamte Nettovermögen Privater (abzüglich allfälliger Schulden) auf rund 1,25 Billionen Euro geschätzt. Über zwei Drittel davon, nämlich 863 Milliarden bzw. 69 Prozent, entfallen auf gerade einmal zehn Prozent der Bevölkerung. Das reichste Prozent – laut “profil” etwa 37.000 Haushalte – besitze 469 Milliarden Euro. Umgekehrt verfügten die “ärmsten” 50 Prozent, also die Hälfte aller Haushalte, über nur 2,2 Prozent des Vermögens.

Dass diese Zahlen über jenen liegen, die zuletzt von der Österreichischen Nationalbank (OeNB) bzw. in Folge von der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht wurden, liegt laut “profil” an der Methodik: Die OeNB-Studie im Auftrag der EZB basiere auf Befragungen. Viele Wohlhabenden hätten sich aber schlicht nicht befragen lassen, und so mancher Befragter könnte tiefgestapelt haben.

Gesamtes Nettovermögen bei 1,25 Billionen Euro

Die Ökonomen an der Uni Linz hätten deshalb auf ein komplexes mathematisches Verfahren der Wahrscheinlichkeitsrechnung zurückgegriffen, der sogenannten “Pareto-Methode”, und damit die Daten der Nationalbank neu durchgerechnet. Um eine Überschätzung des Gesamtvermögens auszuschließen, zogen sie eine Obergrenze der Vermögen bei einer Milliarde Euro ein – Milliardäre wie etwa die Familien Piëch und Porsche fehlen also auch in der Studie der Uni Linz.

Trotz dieser Vorsichtsmaßnahme ergibt die Neuberechnung ein weit höheres Vermögen – das gesamte Nettovermögen (abzüglich allfälliger Kredite) der österreichischen Privathaushalte wird um ein Viertel höher als bisher geschätzt – und liegt demnach nicht wie bisher angenommen bei 1000 Milliarden Euro sondern insgesamt 1,25 Billionen Euro. Exakt: 1,248.599.886.785 Euro.

Geplant ist laut “profil” ein zweiter Teil der Studie, in dem errechnet werden soll, wie viel Geld angesichts dieser Zahlen Vermögenssteuern in die Staatskassen spülen könnten. Ergebnisse sollen aber erst nach dem Wahlkampf vorliegen. (APA/red, 3.8.2013)

http://derstandard.at/1373514542998/Oesterreichs-Reiche-sind-viel-reicher-als-angenommen

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