Malta will trotz EU-Aufforderung 102 schiffbrüchige Flüchtlinge nicht aufnehmen! Schwangere und ein Baby unter den auf dem Schiff Festgehaltenen! Ein Schmierenstück, denn Italien hatte das Schiff vorher auch nicht aufgenommen und Deutschland etwa weigert sich, einen Teil der in Südeuropa landenden Flüchtlinge aufzunehmen; von europäischer Solidarität ist da nichts zu spüren und auch nichts vom Einsatz für das Menschenrecht auf Asyl, vor dem sich jeder drücken will! Gleichzeitig führen europäische Länder Kriege in vielen Teilen der Welt, angeblich zur Sicherung der Menschenrechte, die sie selbst hier mit Füßen treten! 20.000 Menschen sind im Mittelmeer schon ertrunken. Aber gibt es nicht auch die anderen Europäer, die für das Asylrecht stehen? Viele Europäer haben in den vergangenen Jahrzehnten auch Asyl gebraucht und nur so überlebt! Und wie der Papst sagt, die Flüchtlinge sind unsere Schwestern und Brüder, hat Europa aufgrund von Christentum und/oder Humanismus, das nicht immer als eigene Identität verkündet?

http://de.euronews.com/2013/08/06/eu-fordert-malta-zur-aufnahme-von-fluechtlingen-auf/

Die EU-Kommissarin Cecilia Malmström hat Malta zur sofortigen Aufnahme von 102 schiffbrüchigen Migranten aufgefordert.

Bereits seit Sonntag lässt die Regierung in Valletta das Schiff mit den Migranten nicht in maltesische Gewässer. Sie argumentiert, die Flüchtlinge seien sicher an Bord des liberianischen Frachters, der sie aus Seenot gerettet hatte, und in internationalen Gewässern.

In Malmströms Erklärung hieß es hingegen, der Kapitän des Frachters habe die Migranten aufgenommen, damit seine Pflicht getan und anschließend die Fahrt zu seinem Zielhafen in Malta fortgesetzt. Unter den Geretteten befänden sich vier schwangere Frauen, eine verletzte Frau und ein fünf Monate altes Baby.

Kurz nach der Ermahnung aus Brüssel schickte das maltesische Militär offenbar Ärzte an Bord und brachte Nahrung und Wasser zu den Flüchtlingen.

Malta nimmt Flüchtlinge trotz EU-Aufforderung nicht auf

(AFP) – Vor 2 Stunden

Valletta — Trotz einer dringenden Aufforderung aus Brüssel will die maltesische Regierung rund hundert Flüchtlinge von einem Schiff im Mittelmeer weiterhin nicht aufnehmen. Dem Kapitän sei mitgeteilt worden, dass er keine Genehmigung zur Einfahrt in maltesische Gewässer habe, bekräftigte das Innenministerium in Valletta. Damit bleibt das Schicksal der Menschen an Bord, darunter Schwangere und kleine Kinder, weiter ungewiss.

Die Flüchtlinge waren am Montag von einem unter liberianischer Flagge fahrenden Tanker aus einem schwer beschädigten Schlauchboot gerettet worden. Nach maltesischen Angaben wurde das Tankschiff von der italienischen Küstenwache angewiesen, einen libyschen Hafen anzulaufen, da dies das nächstgelegene Land war. Das Schiff habe aber weiter Kurs auf Malta gehalten. Weil die Anweisungen ignoriert worden und die Flüchtlinge bereits in Sicherheit gewesen seien, habe Malta die Einreise untersagt.

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström forderte, Malta solle die Flüchtlinge aufnehmen. Den Menschen müsse “so schnell wie möglich” geholfen werden. Ein Streit über die richtigen Zuständigkeiten in dem Fall bringe die Hilfsbedürftigen nicht weiter, diese Fragen müssten “zu einem späteren Zeitpunkt” geklärt werden, erklärte Malmström.

Malmström zufolge bat der Kapitän die Behörden um dringende medizinische Hilfe für eine verletzte Frau. Demnach ist auch ein fünf Monate altes Baby an Bord. Es sei die “humanitäre Pflicht” der Behörden in Malta, den Flüchtlingen eine Landung zu ermöglichen, erklärte die EU-Kommissarin. Das Schiff nach Libyen zu schicken, verstoße gegen internationales Recht. Heute befand sich der Tanker 44 Kilometer von der maltesischen Küste entfernt und damit außerhalb der Hoheitsgewässer des Landes.

Die zahlreichen in den Mittelmeeranrainerstaaten der EU ankommenden Flüchtlinge aus Afrika stellen diese vor große Herausforderungen. Internationalen Abkommen zufolge müssen Bootsflüchtlinge im Prinzip im nächstgelegenen Land aufgenommen werden. Am Sonntagabend hatte Malta mehr als einhundert Flüchtlinge aus einem Boot aufgenommen.

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hMitMJuo0AI0CPBhhqhBMddS_eXw?docId=CNG.462edff16ee0e2a81a5df940afe56408.251

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