Südafrikanische Metallarbeiter bestreiken BMW, Mercedes und Toyota! Löhne liegen zwischen 624 und 1320 Euro! Gewerkschaften fordern 14 Prozent, Kapitaleigner bieten 6 Prozent! Sinkende Rohstoffpreise, aus den Schwellenländern massiv in die Industrieländer abfließendes Kapital und Forderungen nach höheren Löhnen bedrängen das Land!

Südafrika in der Doppelzange

20. August 2013, 17:52

Sinkende Rohstoffpreise und Lohnkonflikte schrecken Investoren ab

Johannesburg/Wien – Man könnte die Mischung als explosiven Cocktail bezeichnen: Die hohe Abhängigkeit vom Rohstoffsektor und der generelle Kapitalabzug von Investoren aus Schwellenländern setzten Südafrika zu. Die Landeswährung Rand hat binnen Jahresfrist gut 30 Prozent zum Euro verloren. Zudem gilt das Handelsbilanzdefizit als Achillesferse des Landes. Die Folge: Die Kosten für Kreditausfallsversicherungen (CDS; Credit Default Swaps) steigen rapide.

“Ausländische Investoren haben jahrelang Anleihen der Schwellenländer gekauft und damit Leistungsbilanzdefizite und Wachstum finanziert”, erklärt der für Emerging Markets zuständige Chefvolkswirt der Bank of America, David Hauner, im Gespräch mit dem Standard. Das sich abzeichnende Ende der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank Fed habe “dramatischen Druck auf diese Anleihenmärkte ausgeübt und tut es auch diese Woche wieder, was sich in den CDS-Spreads niederschlägt”. Laut Bloomberg ist Südafrikas Risikoprämie in einem Jahr um 109 Basispunkte auf 244 gestiegen.

Hauner verweist freilich darauf, dass sich Südafrika in guter Gesellschaft befindet: In Brasilien, Malaysia, Argentinien oder in der Türkei sei die Entwicklung noch negativer verlaufen.

Loch in der Handelsbilanz

Das Zwillingsdefizit des Landes schnellt derweil in die Höhe: Das Loch in der Handelsbilanz dürfte heuer bei knapp sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts, jenes im Staatshaushalt bei gut fünf Prozent zu liegen kommen. Die Abhängigkeit von Rohstoffen ist dabei enorm: Laut einer Analyse der Bank of America würde ein Fall der Preise um 30 Prozent das Minus in der Handelsbilanz um drei Prozentpunkte vergrößern.

Zusätzlich in Bedrängnis kommt das Land wegen der zahlreichen Lohnkonflikte, die vor einem Jahr international Schlagzeilen machten, als 34 Personen des Minenkonzerns Lonmin starben, nachdem die Polizei das Feuer eröffnet hatte. Derzeit gibt es Arbeitsniederlegungen in Platin- und Goldminen, zudem wurden weite Teile der südafrikanischen Kfz-Produktion (u. a. GM, BMW, Toyota) lahmgelegt. Die Gewerkschaft verlangt Lohnsteigerungen von 14 Prozent.

Vor allem die währungsbedingt gestiegenen Importpreise haben die Inflation im Juli auf über sechs Prozent getrieben. (as, DER STANDARD, 21.8.2013)

http://derstandard.at/1376534113873/Suedafrika-in-der-Doppelzange

Streik: Südafrikanische BMW-Produktion muss pausieren

Bild vergrößern: Streik: Südafrikanische BMW-Produktion muss pausieren

Ein Streik hat der BMW-Produktion in Südafrika ein Strich durch die Rechnung gemacht. Im Werk in Rosslyn, in dem die Münchener rund 3.200 Mitarbeiter beschäftigen, stehen derzeit die Bänder still. Nach Medienberichten hat BMW den Stillstand bestätigt: „Das Werk ruht”, so ein Sprecher. Die Verhandlungen liefen derzeit.

20. August 2013 | Ein Streik hat der BMW-Produktion in Südafrika ein Strich durch die Rechnung gemacht. Im Werk in Rosslyn, in dem die Münchener rund 3.200 Mitarbeiter beschäftigen, stehen derzeit die Bänder still. Nach Medienberichten hat BMW den Stillstand bestätigt: „Das Werk ruht”, so ein Sprecher. Die Verhandlungen liefen derzeit.

Die Gewerkschaft National Union of Metalworkers South Africa (NUMSA) hat am Montag 30.000 Arbeitnehmer in der südafrikanischen Autoindustriezum Streik aufgerufen, da Lohnverhandlungen nicht den gewünschten Fortschritt nahmen. Das Land ist mit rund 600.000 Fahrzeugen der größte Autoproduzent Afrikas. Ebenfalls betroffen ist der Autobauer Ford mit seinen Werken in Silverton und Struandale. (news2do.com/br)

Diese Nachricht wurde in der Rubrik Wirtschaft von MOTOR-TRAFFIC.de mit den Schlagworten – Streik: Südafrikanische BMW-Produktion muss pausieren – am 20.08.2013 um veröffentlicht.

http://motorzeitung.de/news.php?newsid=189703

PRODUKTION BEI BMW RUHTStreiks lähmen Autobauer in Südafrika

19.08.2013, 13:52 Uhr, aktualisiert 19.08.2013, 14:25 Uhr

Rund 30.000 Beschäftigte in der Autobranche haben in Südafrika die Arbeit niedergelegt. So stehen bei vielen Autobauern im Land die Bänder still – so auch bei BMW. Die Gewerkschaft fordert einen ordentliche Lohnzuschlag.

Ein BMW i3 Concept Elektroauto: Die Produktion in Südafrika ist fast lahmgelegt. Quelle: dpa
Ein BMW i3 Concept Elektroauto: Die Produktion in Südafrika ist fast lahmgelegt.Quelle: dpa

KapstadtStreiks haben am Montag die Autoindustrie in Südafrika weitgehend lahmgelegt. Auch die deutschen Hersteller BMW und Mercedes waren nach eigenen Angaben von den Arbeitsniederlegungen der rund 30.000 Beschäftigten der Branche betroffen. Ein BMW-Sprecher sagte, die Produktion ruhe und eine Wiederaufnahme sei noch nicht abzusehen.

Stark beeinträchtigt war auch der japanische Hersteller Toyota, wo nach Firmenangaben 80 Prozent der rund 8000 Beschäftigten in Südafrika nicht zur Arbeit kamen. Ferner bestätigten Ford und General MotorsAusstände. Eine Fertigungsstätte im wirtschaftlich stärksten Land Afrikas hat auch VW.

Zu den Streiks aufgerufen hatte vergangene Woche die Metallgewerkschaft NUMSA. Sie fordert Lohnsteigerungen von 20 Prozent. Die Unternehmen haben lediglich sechs Prozent angeboten.

Die Autobranche trägt mindestens sechs Prozent zur Wirtschaftsleistung und steht für zwölf Prozent der südafrikanischen Exporte. Der Produktionsausfall kostet nach Angaben des Herstellerverbandes NAAMSA täglich umgerechnet 44 Millionen Euro. Dem Land droht damit ein weiterer Rückschlag für die Konjunktur. Arbeitskämpfe in der Bergbauindustrie waren in den vergangenen anderthalb Jahren zu gewaltsamen Protesten eskaliert, bei denen mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Dies bremste das Wirtschaftswachstum und alarmierte ausländische Investoren. Im kommenden Jahr wird in Südafrika gewählt.

  • Wenn alle SÜDAFRIKA nur als einziger Investitionsgebiet in Afrika erkennen und sich dann die Arbeitsplätzen Einseitig Konzentrieren dann steigen die Löhne auch Einseitig während der Rest in Afrika nach Arbeitsplätze sucht.Risiko Verteilung und Kosten günstigere Produktionsgebieten aussuchen lernt jeder einmal…

    die einen in der Schule und die anderen aus negativen Erfahrungen.

    Denn wenn man sich in Afrika umschaut da gäbe es noch genug weitere Afrikanische Länder die sich auf Investitionen freuen würden aber man dort nicht investiert.

    Die Investoren suchen immer nur China auf oder dann in Afrika nur Südafrika…

    dabei ist Afrika die bessere Investitionsentscheidung…aber nur nicht in Südafrika.

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