Der Westen hat als Unterstützer Saddam Hussains schon einmal den Falschen für einen Giftgaseinsatz verantwortlich gemacht und mit Horrobildern vom Giftgaseinsatz seine militärische Unterstützung gerechtfertigt gegen Iran! Der Westen hat als sein Kriegsziel beschlossen: Assad muss weg! ER ist nicht neutral! Saudi-Arabien munitioniert jetzt die Rebellen mit stärkeren Waffen! Wir brauchen aber ein friedliche Lösung und eine Friedenskonferenz jetzt, nicht eine vom Westen militärisch durchgesetztes Regime! Dafür sollten sich alle Friedenskräfte stark machen! Die Millionen Vertriebenen, Hundertausend Toten und zerstörten Städte mahnen! Und die täglichen Anschläge im Irak nach einer Westintervention zeigen, dass es im Sinne von Demokratie und Menschenrechten keine militärischen Lösungen gibt: Im Irak haben sie alles nur verschlimmert und ein Land geschaffen unendlich vielen Toten, Hass und tiefen Gegensätzen und zerstörten Städten! Das Gleiche ist jetzt in Syrien in Gang! Können die Bevölkerungen der Welt es stoppen und die Regierungen zu friedlichem Handeln drängen?

Mutmasslicher Giftgaseinsatz in Syrien

Neue Schuldzuweisungen gegen die Rebellen

Auslandnachrichten Vor 5 Minuten
Eine schnelle Untersuchung der Schuldzuweisungen wird zusehends unwahrscheinlicher.
Eine schnelle Untersuchung der Schuldzuweisungen wird zusehends unwahrscheinlicher. (Bild: Reuters)
Aktivisten bemühen sich, Beweise für die mutmasslichen Giftgaseinsätze nahe Damaskus zu sammeln. Derweil erheben das Regime und Russland neue Vorwürfe gegen die Rebellen. In Syrien droht damit ein Szenario wie vor 25 Jahren im Irak.
Inga Rogg, Istanbul

Die Untersuchung des schwerwiegenden Verdachts, dass in der Nähe von Damaskus Giftgas eingesetzt worden sei, droht in einem Propagandakrieg unterzugehen. Das syrische Regime hat am Freitag die Vorwürfe der Opposition, es habe Hunderte von Zivilisten mit Giftgas getötet, mit Anschuldigungen gegen die Rebellen gekontert. Die «Terroristen» hätten in Deir Balba, nahe der Stadt Homs, chemische Waffen eingesetzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.

Grossoffensive

Zudem hätten die Rebellen zwei Zylinder mit dem Nervengas Sarin von Damaskus nach Homs schmuggeln wollen. Sana berief sich dabei auf zwei angebliche Telefonate. Das syrische Regime hatte seine Gegner schon früher beschuldigt, Giftgas eingesetzt zu haben. Sana machte keine Angaben über den Zeitpunkt der angeblichen Gespräche. Damaskus steht derzeit unter enormem Druck. Das Regime setzt alles daran, vom Verdacht abzulenken, die Armee habe am Mittwoch im Umland der Hauptstadt chemische Waffen eingesetzt. Laut der Opposition forderten die Angriffe mehr als 1300 Tote, andere Quellen sprechen von mehreren hundert Toten. Experten gehen davon aus, dass sie Opfer eines Nervengases wurden. Dabei sind sie bisher auf die Analyse der mehr als hundert Videos von Aktivisten angewiesen. Aktivisten haben seit Mittwoch Beweismittel wie Haar-, Haut- und Blutproben gesammelt. Sie hätten mit den Uno-Inspektoren gesprochen und versuchten, die Proben über Vertrauenspersonen nach Damaskus zu schmuggeln, sagte ein Aktivist aus dem Vorort Irbin. Angesichts der schweren Kämpfe sind zahlreiche Strassen rund um Damaskus nicht passierbar. Das Regime hat vor Tagen eine Grossoffensive begonnen, um die von Rebellen kontrollierten Gebiete nahe der Hauptstadt zurückzuerobern. Einwohner berichteten am Freitag von Luftangriffen und schwerem Artilleriebeschuss. Die Aufständischen beschossen ihrerseits Hochburgen des Regimes mit Granaten und Raketen.

Rückendeckung

Russland stimmte am Freitag in den Chor jener ein, die Damaskus zur Kooperation mit den Uno-Inspektoren auffordern. Gleichzeitig sah Moskau die Verantwortung für die Sicherheit der Waffenexperten allerdings in erster Linie bei den Rebellen. Zudem behauptete ein Sprecher des Aussenministeriums, die Videos über mutmassliche Giftgaseinsätze seien gestellt. Damit droht, 25 Jahre nach den verheerenden Giftangriffen des Saddam-Regimes gegen Iran und Kurden, in Syrien ein Szenario wie im Irak. Der Irak behauptete damals, Iran sei verantwortlich. Rückendeckung erhielt Saddam Hussein aus dem Westen, der ihn im Krieg gegen Iran unterstützte. Der Despot erzwang so die Wende im Krieg. Abgesehen davon, dass Chemiewaffen tödlich seien, seien sie vor allem eine Waffe, mit der Schrecken verbreitet werde, sagte Joost Hiltermann, Geschäftsführer der International Crisis Group.

http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/neue-schuldzuweisungen-1.18138088

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