GIFTGASANGRIFF: Syrien lässt UN-Ermittler an die Tatorte vor Experten der Vereinten Nationen dürfen nun doch die Gebiete untersuchen, in denen mutmaßlich Giftgas eingesetzt wurde. Das vereinbarte das Assad-Regime mit den UN.

GIFTGASANGRIFFSyrien lässt UN-Ermittler an die Tatorte vor

Experten der Vereinten Nationen dürfen nun doch die Gebiete untersuchen, in denen mutmaßlich Giftgas eingesetzt wurde. Das vereinbarte das Assad-Regime mit den UN.

25. August 201315:54 Uhr18 Kommentare
Soldat der syrischen Armee (Archivbild)Soldat der syrischen Armee (Archivbild)  |  © Stringer/AP/dpa

Die syrische Regierung will UN-Chemiewaffenkontrolleuren Zugang zu dem Dorf Ghuta in der Umgebung von Damaskus gewähren, das am vergangenen Mittwoch mit Giftgas bombardiert worden sein soll. Das meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana.

Die Regierung in Damaskus und UN-Vertreter hätten sich auf eine Untersuchung des Gebiets geeinigt. Bisher hatte das Regime von Baschar al-Assad den UN-Experten den Zugang verweigert mit Hinweis auf die schlechte Sicherheitslage in dem umkämpften Gebiet.

Allerdings behält sich das Assad-Regime vor, das Datum und die Uhrzeit für diesen Besuch festzulegen. Wann die Untersuchung in dem Bezirk östlich von Damaskus beginnen soll, wurde nicht gesagt.

Am Mittwoch hatte die syrische Armee Stellungen der Rebellen angegriffen. Die syrische Opposition wirft dem Assad-Regime vor, dabei Giftgas eingesetzt zu haben. Es habe mehr als tausend Tote gegeben. Das Assad-Regime bestreitet den Einsatz von Chemiewaffen und wirft wiederum den Rebellen vor, für den Giftgas-Angriff verantwortlich zu sein.

Die UN-Inspektoren sind seit einigen Tagen im Land, sie durften aber bisher nur andere Gebiete untersuchen, in denen auch angeblich Giftgas eingesetzt wurde: Chan al-Asal in der Provinz Aleppo, Al-Ateibe in der Provinz Damaskus-Land und die Stadt Homs. Mit der Einigung können sie nun auch in Ghuta Spuren sichern.

Das Ergebnis der UN-Untersuchung könnte entscheidend sein: Die USA wie auch Großbritannien und Frankreich erwägen wegen des Giftgaseinsatzes einen Militärschlag gegen Syrien. US-Präsident Barack Obama zögert noch mit der Entscheidung, hat aber bereits sein Militär in Stellung bringen lassen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-08/un-syrien-giftgas

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