Papst lehnt Militärintervention in Syrien ab: Erhebt die Stimme, um die Waffen zum Schweigen zu bringen! Fordert eine friedliche Lösung! Waffenstillstand ist nötig Der Zerstörung und Krieg bringende Krieg muss durch Dialog beendet werden! Ärzte ohne Grenzen sieht starke Anzeichen für Giftgaseinsatz, aber sagt auch, die Organisation wisse nicht, wer das Giftgas eingesetzt habe!

 

Syrien

Papst verlangt eindringlich friedliche Lösung

(dpa) Papst Franziskus hat die internationale Gemeinschaft in einem erneuten Appell aufgefordert, nachdrücklicher nach einer friedlichen Lösung für den syrischen Bürgerkrieg zu suchen. Die Welt müsse die tragische Lage in Syrien mehr wahrnehmen und alles tun, um durch Dialog diesen Krieg zu beenden, der Zerstörung und Tod bringe, sagte Franziskus am Sonntag nach dem Angelus-Gebet vor den Gläubigen auf dem Petersplatz.

Offensichtlich mit Blick auf die Berichte über einen mutmasslichen Giftgasangriff beklagte er die «fürchterlichen Bilder» verstärkter Gewalt. In diesem «Bruderkrieg» müsse der Lärm der Waffen zum Schweigen gebracht werden, verlangte der Papst.

http://www.nzz.ch/aktuell/newsticker/papst-verlangt-eindringlich-friedliche-loesung-1.18138780

Syrien: Papst fordert Waffenstillstand und mehr internationale Friedensbemühungen- Damaskus und Teheran warnen vor militärischem Eingreifen

Papst Franziskus hat nach den mutmaßlichen Giftgaseinsätzen vom Mittwoch die Konfliktparteien in Syrien abermals zum Waffenstillstand aufgerufen. Nicht der Kampf, sondern die Fähigkeit zu Begegnung und Dialog eröffneten hoffnungsvolle Perspektiven für eine Lösung der Probleme, sagte Franziskus auf dem Petersplatz in Rom. Zugleich forderte der Papst die internationale Gemeinschaft auf, ihre Bemühungen um einen Frieden in Syrien zu verstärken. In einer Internet-Botschaft drohte die islamistische Rebellengruppe Al-Nusra-Front mit Vergeltung an der alewitischen Minderheit, zu der Staatschef Assad gehört. Syriens Informationsminister Zoabi warnte die USA vor einem militärischen Eingreifen, das den gesamten Nahen Osten entflammen würde. Der amerikanische Verteidigungsminister Hagel erklärte, man sei grundsätzlich für eine militärische Intervention in Syrien gerüstet. Präsident Obama habe um Vorbereitung aller Optionen gebeten und das habe man getan, sagte Hagel bei einem Besuch in Malaysia.

http://www.dradio.de/nachrichten/201308251400/1

Papst Franziskus

Papst fordert Frieden für Syrien:”Erhebt die Stimme!”

 

Papst Franziskus hat die Konfliktparteien in Syrien abermals zum Waffenstillstand aufgerufen. Angesichts jüngster Videobilder von Opfern eines möglichen Giftgasangriffs zeigte sich das Kirchenoberhaupt besorgt über die Eskalation der Gewalt.

 

Die “wachsende Zahl von Anschlägen und grausamen Akten”, deren Zeuge die Welt auch durch die “schrecklichen Bildern dieser Tage” geworden sei, veranlasse ihn, ein weiteres Mal seine Stimme zu erheben, “damit der Waffenlärm endet”, sagte Franziskus am Sonntag (25.08.2013) auf dem Petersplatz. “Nicht der Kampf, sondern die Fähigkeit zu Begegnung und Dialog” eröffne hoffnungsvolle Perspektiven für eine Lösung der Probleme.

Zugleich forderte der Papst die internationale Gemeinschaft auf, ihre Bemühungen um einen Frieden in Syrien zu verstärken. Sie müsse sich “sensibler gegenüber der tragischen Situation” des Landes zeigen und alle Anstrengungen unternehmen, um ein Ende des Kriegs herbeizuführen. Zudem versicherte er die Opfer des Konflikts seiner Solidarität, insbesondere die Kinder.

“Ärzte ohne Grenzen”: klare Hinweise auf Giftgasangriff

Derweil verdichten sich die Hinweise auf einen Giftgasangriff in der vergangenen Woche in Syrien.  Die Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” berichtete am Wochenende, dass am vergangenen Mittwochmorgen etwa 3.600 Patienten mit neurotoxischen Symptomen in drei Kliniken nahe Damaskus eingeliefert worden seien. 355 von ihnen seien gestorben. Das Hilfswerk berief sich auf Mitarbeiter der Krankenhäuser, die von “Ärzte ohne Grenzen” unterstützt werden.

Das medizinische Personal habe detaillierte Informationen über eine große Zahl von Patienten geliefert. Es seien Symptome wie Krämpfe, übermäßige Speichelbildung, stark verengte Pupillen, verschwommener Blick und Atemnot beschrieben worden, sagt der Einsatzleiter von “Ärzte ohne Grenzen”, Bart Janssens.

Bei dem mutmaßlichen Angriff der syrischen Armee starben nach Angaben von Oppositionsgruppen am Mittwoch mehr als 1.000 Menschen. Janssens betonte, dass die Hilfsorganisation weder die Ursachen der beschrieben Symptome eindeutig bestimmen noch ermitteln könne, wer für den möglichen Angriff verantwortlich sei. Doch die Symptome deuteten «stark auf einen massenhaften Kontakt mit einem neurotoxischen Stoff» hin.

Die Patienten seien mit Atropin behandelt worden, einem Medikament, das bei neurotoxischen Symptomen verwendet wird, hieß es weiter. “Ärzte ohne Grenzen” habe die Krankenhäuser in den vergangenen Monaten vorsorglich damit ausgestattet. Da das Medikament nun aufgebraucht sei, versuche die Organisation, den Vorrat wieder aufzufüllen und zusätzliches medizinisches Material zu liefern. Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken hätten Mitarbeiter von “Ärzte ohne Grenzen” die betroffenen Kliniken bislang nicht selbst aufsuchen können.

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