Von Anti-Assad-Rebellen gefangener US-Fotograf berichtet von seinen Folterungen und Auspeitschungen! Will der Westen wirklich diesen Leute zur Macht verhelfen? Ist es nicht besser über den Weg einer Friedenskonferenz einen sicher langwierigen, aber sicher allein möglichen Weg zu finden, in dem die verschiedenen Ethnien und Religionen allmählich selbst eine demokratische Nation bilden können? Irak, Afghanistan, Libyen zeigen doch, dass man von Außen keinen Frieden und keine Demokratie erzwingen kann, sondern das, was sich als Nation schon im Ansatz gebildet hat, nur wieder zerstört!

US-Fotograf berichtet von Folterungen durch Rebellen

24. August 2013, 18:31

Rebellen peitschten Geisel während monatelanger Gefangenschaft aus

Washington/Damaskus – Nach siebenmonatiger Gefangenschaft in den Händen syrischer Rebellen hat der US-Fotograf Matthew Schrier beklemmende Details seines Martyriums geschildert. Im Fernsehsender CNN berichtete Schrier von brutalen Foltermethoden und fürchterlichen Gewissensbissen, weil er einen Mithäftling bei der Flucht zurücklassen musste. Der Fotoreporter war am 29. Juli aus den Fängen der Extremistengruppe Al-Nusra-Front entkommen, die ihn am Silvesterabend 2012 in der nordsyrischen Stadt Aleppo entführt hatte.

Der 35-Jährige wurde nach eigenen Worten von einem Taxifahrer in den Hinterhalt gelockt, zunächst aber höflich von seinen Kidnappern behandelt. Später sei er aber nackt ausgezogen und dutzendfach mit einem Metallkabel ausgepeitscht worden, erzählte der Fotograf im CNN-Interview. Seine Peiniger hätten massive Schulden mit seiner Kreditkarte angehäuft und sich mit Passwörtern Zugang zu seinen E-Mails verschafft. An Verwandte hätten sie Nachrichten geschrieben, in denen sie sich als Schrier ausgaben und behaupteten, ihm gehe es gut.

Ende Jänner sei er dann in ein anderes Gefängnis verlegt worden, wo sich schon ein US-Landsmann befunden habe, “der aussah, als wenn er die letzten hundert Jahre dort verbracht hat”. Verhört wurden sie von drei maskierten Männern mit perfekt klingendem Englisch – weshalb Schrier glaubt, dass es sich bei ihnen um junge Kanadier handelte. Nach einem misslungenen Fluchtversuch der beiden Gefangenen schlugen seine Peiniger ihm mit einem Metallkabel auf die Fußsohlen.

Immer wieder hätten ihn die Entführer aufgefordert, sich als Spion des US-Geheimdiensts CIA zu bekennen, bis er dies schließlich aus Verzweiflung auch getan habe. Am 29. Juli schlüpfte Schrier dann durch eine kleine Fensteröffnung der Zelle, doch sein Leidensgenosse passte nicht hindurch und blieb zurück. “Es war eine meiner härtesten Entscheidungen”, schilderte Schrier den Moment der Trennung. “Ich werde keine Ruhe haben, bis er wieder zuhause ist.” (APA, 24.8.2013)

http://derstandard.at/1376534531480/US-Fotograf-berichtet-von-Folterungen-durch-Rebellen

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

%d bloggers like this: