AL-Kaida vertreibt “Freie Syrische Armee” nahe türkischer Grenze! Ermittlungen in der Türkei gegen Islamisten wegen Herstellung von Sarin! Syrische Kurden werfen Türkei Unterstützung der Jihadisten vor, damit sie die Kurden bekämpfen! Egal, wie der Syrienkrieg noch eskaliert: Der Westen hat mit seiner Strategie, Assad gewaltsam stürzen zu wollen, Al Kaida zu einem enormen Machtzuwachs verholfen, wie vorher in Irak, Libyen und Nordafrika! Das wird die Welt noch lange beschäftigen! Und vielen Menschen das Leben kosten!

Türkei alarmiert über Islamisten-Vorstoß

20. September 2013, 17:58

Wichtigster Grenzübergang nach Syrien geschlossen – Davutoglu gibt Westen Schuld

Azaz ist eine dieser syrischen Städte im Nirgendwo, von denen die Türken nie etwas gehört haben, sofern sie nicht gerade an der Grenze leben und Verwandte auf der anderen Seite haben. Seit dieser Woche jedoch ist Azaz vielen ein Begriff. “Der neue Nachbar der Türkei: Al-Kaida”, titelte am Freitag die Tageszeitung Cumhuriyet.

Eine Jihadistengruppe, die dem Terrornetzwerk Al-Kaida zugerechnet wird, hat Azaz überrannt und die Freie Syrische Armee (FSA) vertrieben. Opposition gegen Opposition – Militärbeobachter sprechen von einem neuen Einschnitt im nun zweieinhalb Jahre dauernden Kampf gegen das Regime des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad.

Die türkische Regierung ließ am Donnerstag den wichtigsten Grenzübergang nach Syrien schließen. Als “vorübergehende Vorsichtsmaßnahme”, hieß es in Ankara. Azaz liegt keine zehn Kilometer vom Grenzpunkt Bab al-Salameh auf syrischer und Öncüpinar auf türkischer Seite. Transporte mit humanitärer Hilfe könnten weiter passieren, erklärte der Gouverneur der türkischen Provinz Kilis. Über Öncüpinar rollte in den vergangenen Jahren die stetig wachsendeLieferung von Lebensmitteln und – so sagen Beobachter trotz Dementis der türkischen Regierung – die Waffen für die Rebellen. Nun haben sich auf der anderen Seite die Kämpfer des Islamischen Staats im Irak und in Syrien (Isis) festgesetzt.

Tschetschenen rekrutiert

Viele Jihadisten aus dem Ausland sollen sich Isis angeschlossen haben, darunter auch Tschetschenen. Der Nachrichtensender Al-Jazeera schätzt die Kämpfer der Isis, verbunden mit den Islamisten der bekannteren Nusra-Front, im Gebiet um Azaz auf derzeit etwa 10.000 Mann. Dort, im Norden Syriens, halten sich die meisten Rebellen auf, knapp 100.000 sollen es sein – FSA, Kurdenverbände und zunehmend islamistische Brigaden.

Die konservativ-islamische Regierung in Ankara reagierte lange zurückhaltend auf den Zustrom von Islamisten in den syrischen Bürgerkrieg. Spekulationen über Trainingscamps im türkischen Grenzgebiet für die Nusra-Front rissen nie ab. Zuletzt wies das Landwirtschaftsministerium Medienberichte zurück, wonach die Islamisten staatliche Ländereien und Gästehäuser in der Grenzprovinz Sianlurfa für Ausbildungslager erhalten hätten.

Außenminister Ahmet Davutoglu macht den Westen für dasAnwachsen der Nusra-Front verantwortlich, weil dieser der FSA lange Waffenhilfe versagte. Auch die Einstufung der Nusra-Front als terroristisch sei falsch gewesen, weil sie der Gruppe nur mehr Zulauf beschert hätte, erklärte der Minister.

Der Führer der Kurdenpartei PYD im Norden Syriens, Salih Müslim, warf der Türkei jedoch vor, Islamistengruppen wie Nusra  Artilleriegeschosse und andere Waffen zu geben, damit sie gegen die Kurden kämpfen könnten. Die Zeitung Taraf berichtete Freitag gar von Ermittlungen gegen Nusra-Mitglieder, die in der Türkei das Gas Sarin herstellen wollten. (Markus Bernath aus Istanbul /DER STANDARD, 21.9.2013)

http://derstandard.at/1379291558306/Tuerkei-alarmiert-ueber-Islamisten-Vorstoss

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