“Der Marsch!” konnte die reiche Welt bisher nicht aufwecken! Wie kann Europa Afrika helfen? Ihr könntet hier bei uns wohnen und wir bei Euch: Dann würdet Ihr sehen: Ihr seid reich, weil wir arm sind! Wir wollen, dass Ihr wenigstens zu sehen müsst, wenn wir sterben! Das britische Zukunftsdrama entwirft eine düstere Perspektive für unsere bedrohte Erde. Somalis fliehen – auch vor den Folgen des Klimawandels, den vor allem die Industrieländer verursachen! Ein charismatischer Führer bricht aus dem Süden Sudans mit einer Gruppe verzweifelter Menschen nach Europa auf, um sie vor dem Hungertod zu retten. Die Aktion wird zu einem Marsch der Millionen, der die Europäische Gemeinschaft vor schwere Probleme stellt. Aufwendig produzierter Fernsehfilm über einen Fall ökologischer Völkerwanderung”; trotz folkloristischer Einlagen und einer Dramaturgie, die eher unterhalten will, ein überdenkenswertes Szenario.”

Der Marsch (Film)

Malick Bowens, Der Marsch

http://www.cinema.de/film/der-marsch,1314995.html

Filmdaten
Deutscher Titel Der Marsch
Originaltitel The March
Produktionsland Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 93 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie David Wheatley
Drehbuch William Nicholson
Produktion BBC
Musik Richard Hartley
Kamera John Hooper
Schnitt Tariq Anwar
Besetzung

Der Marsch ist ein britisches FernsehDrama aus dem Jahr 1990. Der Film desRegisseurs David Wheatley über den Auswanderungsdruck aus denEntwicklungsländern ist eine Literaturverfilmung, die auf einen Roman von William Nicholson basiert. Er geht von einer unbestimmten Zukunft aus, in der aufgrund des Klimawandels große Teile Afrikas unbewohnbar geworden sind und in Europa die rassistischen Spannungen zugenommen haben.

Handlung[Bearbeiten]

Hauptpersonen sind die Irin Clare Fitzgerald, Kommissarin für Entwicklung bei derEuropäischen Gemeinschaft, und der Nordafrikaner Isa el Mahdi, der einen Marsch aus nordafrikanischen Flüchtlingscamps nach Europa organisiert. Seine Hoffnung bei der Organisation dieses Marsches: „Wir glauben: wenn ihr uns vor euch seht, werdet ihr uns nicht sterben lassen. Deswegen kommen wir nach Europa. Wenn ihr uns nicht helft, dann können wir nichts mehr tun, wir werden sterben, und ihr werdet zusehen, wie wir sterben und möge Gott uns allen gnädig sein.“

Die Kommissarin setzt sich intensiv für eine Verhandlungslösung ein, doch scheitert sie bei den verschiedenen Gremien. Am Schluss erklärt sie: „Wir brauchen euch, wie ihr uns braucht. Wir können nicht weitermachen, wie bisher. Sie können uns helfen, die Zerstörung aufzuhalten, die wir anrichten. Aber wir sind noch nicht bereit für euch, ihr müsst uns noch mehr Zeit geben.“

Das Schlussbild zeigt die jubelnden Teilnehmer des Marschs, die die Meerenge überwunden haben, auf dem Weg auf die wartenden spanischen Soldaten zu. (Vorher ist gezeigt worden, dass ein Junge bei der Landung erschossen wurde.)

Der Film ist ein Plädoyer für mehr Einsatz der Industrieländer für die Entwicklungsländer, dabei behält er im Wesentlichen die Perspektive der wohlwollenden Kommissarin. Die protestierenden Schwarzafrikaner werden von außen gesehen.

Kritik[Bearbeiten]

„Aufwendig produzierter Fernsehfilm über einen Fall ökologischer Völkerwanderung”; trotz folkloristischer Einlagen und einer Dramaturgie, die eher unterhalten will, ein überdenkenswertes Szenario.“

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hochspringen↑ Der Marsch im Lexikon des Internationalen Films
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